Naturschutzverbände rufen zur Teilnahme an Infoveranstaltungen auf.
Nachdem die deutsche Bahn kürzlich ihre Vorzugsvarianten 3 und 4 für die Weiterplanung der Neubaustrecke Bielefeld - Hannover veröffentlicht hat, stellt sie nun in verschiedenen Informationsveranstaltungen ihre Planungen öffentlich vor.
Wegen der gravierenden Eingriffe in die Natur und die Kulturlandschaft entlang die ganzen Strecke zeigen sich die Naturschutzverbände entsetzt.Die Bielefelder Johannisbachaue, das Trinkwasser- und Heilquellenschutzgebiet Herford - Bad Salzuflen, die Trinkwasserschutzgebiete im Hausberger Hügelland und in Nammen, wahrscheinliche Fledermausvorkommen in bergbaulichen Hohlräumen und Amphibienschutzgebiete am Fuß der Nammer Klippen sowie das Vogelparadies Bückeburger Niederung würden äußerst negativ beeinflusst werden, teilen die Naturschützer mit.
Karsten Otte, Sprecher der Bezirkskonferenz Naturschutz, empfiehlt: Beteiligen Sie sich an den Infomärkten! Informieren Sie sich, ob Sie persönlich oder Ihr Umfeld betroffen sind, "Es geht nicht nur um geschützte Pflanzen, Tiere und Biotope sondern auch um die dringend benötigten Erholungsräume für die Menschen, den Erhalt unserer Kulturlandschaft auch mit ihrer wichtigen Landwirtschaft", meint Brigitte Scheuer, Fachstelle Umweltschutz, Lippischer Heimatbund. "All das soll einer fragwürdigen Beschleunigung bei der Bahn geopfert werden. Das ist es nicht wert!"
"Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Bahnverkehrs sind für die allermeisten Bahnkunden wichtiger als eine landschaftszerstörerische Beschleunigungsmaßnahme", fügt Thomas Keitel, LNU-Kreiskoordinator, hinzu.
Die Veranstaltungen sind am 19.01.2026 in Bielefeldin der Ravensberger Hechelei, am 20.01.2026 im Bürgerhaus Porta Westfalica; am 21.01.2026 im Marta Herford, am 22.01.2026 im Ratskeller Stadthagen und am 23.01.2026 im Alten Krug Seelze.
Lesen Sie auch die Naturschutzinformationen zur ICE Strecke Bielefeld - Hannover vom 16.01.2026



