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Projekt "Gesichter der Weserrenaissance"

Das vom Heimatministerium NRW geförderte Projekt „Gesichter der Weserrenaissance“ erreicht neue Etappenziele

Das vom Heimatministerium NRW geförderte Projekt „Gesichter der Weserrenaissance“ nimmt trotz Corona weiterhin Gestalt an. Der Lippische Heimatbund als Projektträger sowie die drei Kooperationspartner in Form des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake, des Kulturkreises der Weserrenaissance und der Stiftung Eben-Ezer haben die jüngst erreichten Etappenziele präsentiert.

Wichtiger Bestandteil des Projekts ist ein attraktiver Imagefilm, der zehn regionale Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise Schloss Brake, Schloss Barntrup, Schloss Wendlinghausen, Schloss Neuhaus und das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo charmant in Szene setzt. Der kurzweilige Film weckt innerhalb von drei Minuten große Lust, die vielseitigen Orte der Weserrenaissance einmal persönlich zu besuchen. Zu sehen ist der Film ab sofort hier sowie unter www.museum-schloss-brake.de/gesichter-weserrenaissance.de. Auch in den Sozialen Medien, auf der im Aufbau befindlichen Projekt-Homepage und vor Ort im Weserrenaissance-Museum soll er künftig veröffentlicht werden.

Ergänzend zum Imagefilm ist in der vom Lippischen Heimatbund herausgegebenen Reihe „Lippische Kulturlandschaften“ eine Broschüre mit tiefergehenden Informationen erschienen. Auf 32 Seiten gewinnt man anhand ausgewählter Persönlichkeiten und ihrer Geschichten spannende Einblicke in das regionale Netzwerk.

Dreh- und Angelpunkt ist dabei Graf Simon VI., der vor gut 400 Jahren auf Schloss Brake lebte und regierte. Er pflegte zahlreiche Verbindungen zu anderen Personen der damaligen Zeit. So ließ er beispielsweise in der Lemgoer Ratsapotheke süße Getränke, Sukkade, Zimt, Konfekt und Räucherkerzen einkaufen.
Außerdem beauftragte Simon VI. den Lemgoer Baumeister Hermann Wulff mit dem Ausbau des Nordflügels von Schloss Brake. Wulff wiederum hat auch vorher schon die Umbauarbeiten am Südflügel der Burg Brake für Simons Mutter Katharina von Waldeck geleitet. Außerdem hat derselbe Baumeister auch bei der Fassade des Hexenbürgermeisterhauses in Lemgo die Finger mit im Spiel gehabt. Später trug Simon VI. dazu bei, dass die Streitigkeiten von dessen Eigentümerfamilie Kruwel geklärt wurden.
Spannende Verbindungen gab es aber auch zwischen Graf Simon VI. und dem Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg in Paderborn. Dieser hat sich bereits zu Lebzeiten ein 18 Meter hohes Grabmal errichten lassen – ein Glanzstück der Weserrenaissance. Die beiden Männer gingen gemeinsam zur Jagd. Ein reger Briefwechsel spricht für das fast freundschaftliche Verhältnis zueinander. Außerdem war der Fürstbischof trotz der unterschiedlichen Konfessionen der Patenonkel von drei Kindern des lippischen Grafen. Erstaunlich.

Eineinhalb Jahre hat die Kunsthistorikerin Dr. Susanne Hilker vom Weserrenaissance-Museum Schloss Brake an diesen und vielen weiteren Geschichten gearbeitet und sie schließlich zu Papier gebracht. Während sich die Forschung bislang auf standesgemäße Verbindungen konzentrierte, blieben nicht offensichtliche Kontakte - wie die mit örtlichen Apothekern, Scharfrichtern, Tuchhändlern oder Weserschiffern - unberücksichtigt.
„Bei allen Geschichten und Gesichtern zeigte sich nach und nach, dass das Ende der einen Geschichte nur der Anfang einer anderen war“, sagt Dr. Susanne Hilker. Es entpuppte sich ein Netzwerk, das sich nicht nur auf die ausgewählten Orte beschränken lässt. Denn die Weserrenaissance ist eine überregionale Kulturepoche, an der sieben heutige Bundesländer Anteil haben. Aber dank des Projekts „Gesichter der Weserrenaissance“ ist der Anfang gemacht. Weitere interessante Gesichter und Geschichten gilt es noch zu entdecken.

Weitere Etappenziele des ambitionierten Projekts sind die Verfilmung der recherchierten Geschichten in Form von Historienfilmen, der Aufbau einer eigenen Projekthomepage inkl. eines „virtuellen Museums“, ein „Tag der Weserrenaissance“ in Form eines Familienfestes am Sonntag, 19. Juni 2022, auf Schloss Brake, ein interaktives Hörspiel für Kinder, Mitmachstationen vor Ort und vieles mehr. Das Projekt geht noch bis Ende 2022. Man darf also gespannt sein.


Die Weserrenaissance hat viele Gesichter

Sie haben Gespräche geführt, sind Kooperationen eingegangen, haben spannende Geschichten recherchiert, Filmideen entwickelt, Reiserouten ausgetüftelt, waren auf Messen präsent, haben Flyer drucken lassen, Mitmachstationen auf den Weg gebracht und vieles mehr. Der Lippische Heimatbund, das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, der Verein „Kulturkreis der Weserrenaissance“ sowie die Stiftung Eben-Ezer haben in den vergangenen 12 Monaten trotz Corona das Thema Weserrenaissance ein gutes Stück nach vorne gebracht. Jetzt haben sie gemeinsam eine erste Zwischenbilanz ihres Drei-Jahres-Projektes „Gesichter der Weserrenaissance“ vorgestellt.

Gut ein Jahr ist es her, dass Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, dem Lippischen Heimatbund den Bewilligungsbescheid für das ambitionierte Projekt überreicht hat. „Ziel ist es, das reiche Baukulturerbe der Weserrenaissance vor allem für junge Leute zu erschließen – multimedial, erlebnisorientiert, integrativ“, erklärt Dr. Albert Hüser, Vorsitzender des Projektträgers Lippischer Heimatbund. Die Empfehlung, sich mit anderen zusammenzuschließen und zu vernetzen, um das Thema Weserrenaissance auch touristisch als Marke etablieren zu können, stammt übrigens von Tourismus NRW.

Aus der Fülle an Weserrenaissance-Gebäuden haben sich die Akteure zehn Objekte herausgepickt, die nicht nur die Vielfalt der Epoche widerspiegeln, sondern auch ein spannendes Netzwerk der damaligen Zeit abbilden. Dazu zählen Schloss Brake, das sogenannte Hexenbürgermeisterhaus Lemgo sowie das Rathaus mit dem einmaligen Apothekenerker in Lemgo, das Fürstliche Residenzschloss Detmold, Schloss Barntrup, Schloss Wendlinghausen, das Rathaus in Höxter, das Grabmal von Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg im Dom zu Paderborn sowie das dortige Rathaus und Schloss Neuhaus.

Um die zehn Gebäude lebendig werden zu lassen, treten historische Persönlichkeiten in Erscheinung, zwischen denen es die merkwürdigsten Verbindungen gegeben hat. Genau das ist der Stoff, aus dem lebendige Geschichten entstehen. Storytelling heißt das Stichwort, aber historisch korrekt, versteht sich. Die entsprechenden Hintergründe wurden im Laufe eines Jahres bis ins kleinste Detail recherchiert. Bücher, Fotos, Archive – alles wurde genutzt, um erzählenswerte Geschichten herauszufinden. Zehn Filme entstehen daraus. Inzwischen stehen sogar die Schauspieler, die Dialoge, die Requisiten und Kostüme fest. Gedreht wird noch in diesem Herbst.

Die fertigen Filme werden allesamt auf einer Homepage zu sehen sein, auf der man auch jede Menge Informationen zu den Gebäuden und Personen sowie etliche touristische Angebote finden wird. So kann man schon jetzt verschiedene Gruppenreisen wie „Schick und schön“, „Schein und Sein“ oder „Mächtig und prächtig“ buchen, und sich im Rahmen einer Tagestour gleich mehrere Weserrenaissance-Gebäude ansehen und erläutern lassen. In Kooperation mit dem Teutoburger Wald Tourismus ist ein Salesguide veröffentlicht und über verschiedene Kanäle erfolgreich beworben worden.

Auf einer tiefergehenden Ebene der Homepage erwartet die Nutzer ein „virtuelles Museum“ mit einer Inventardatenbank und wissenschaftlichen Erkenntnissen des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake zum Thema Weserrenaissance aus den vergangenen 30 Jahren.

Doch damit nicht genug! Ganz real, vor Ort gibt es an einigen Orten schon sprechende Mitmachstationen –  so zum Beispiel im Foyer des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake. Da kann man beispielsweise an einer Kurbel drehen und schon plaudert Graf Simon VI. aus dem Nähkästchen. Vor dem Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo wird es in Kürze einen sogenannten Audionetic geben, eine Säule, bei der man auf ein Pedal tritt und die Bauherrin Lisbeth Fürstenau somit zum Sprechen bringt. Die Stadt Höxter denkt über eine wippende Bank gegenüber vom Rathaus nach. Auch die Dompropstei in Paderborn hat bereits ihre Mithilfe angekündigt. „Das Projekt kommt gut an, es wird von vielen Seiten unterstützt, es wächst und gedeiht“, sagt Dr. Vera Lüpkes, Direktorin des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake.

Die Werbetrommel ist ebenfalls angelaufen. Inzwischen gibt es ansprechend gestaltete Werbeflyer, Roll-Ups, lustige Give-aways in Form von Stiften, Quietscheenten und Weingummi – allesamt mit Krönchen verziert. Inhalt und Verpackung sollen Hand in Hand gehen, darin sind sich die Kooperationspartner einig. Zwei weitere Jahre intensiver Arbeit liegen noch vor ihnen. „Wir haben viel vor und sind nach wie vor hoch motiviert“, betont Dr. Albert Hüser.

 

 

Es nimmt rasant Fahrt auf, das ambitionierte Projekt „Gesichter der Weserrenaissance“.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat im vergangenen Jahr feierlich den entsprechenden Bewilligungsbescheid im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake überreicht. „Ziel ist es, das reiche Baukulturerbe der Weserrenaissance vor allem für junge Leute zu erschließen – multimedial, erlebnisorientiert, integrativ“, erklärt Dr. Albert Hüser, Vorsitzender des Projektträgers Lippischer Heimatbund.

Doch wie genau soll diese Mammutaufgabe konkret bewältigt werden? In der Zwischenzeit haben die Verantwortlichen des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake einen cleveren Plan geschmiedet. Aus der unendlichen Fülle an Weserrenaissance-Gebäuden haben sie sich zehn Objekte herausgepickt, die nicht nur die Vielfalt der Epoche wiederspiegeln, sondern auch ein spannendendes Netzwerk der damaligen Zeit abbilden. Dazu zählen Schloss Brake, das sogenannte Hexenbürgermeisterhaus Lemgo sowie das Rathaus mit dem einmaligen Apothekenerker in Lemgo, das Fürstliche Residenzschloss Detmold, Schloss Barntrup, Schloss Wendlinghausen, das Rathaus in Höxter, das Grabmal von Fürstbischof Dietrich von Fürstenberg im Dom zu Paderborn sowie das dortige Rathaus und Schloss Neuhaus. Mit allen Beteiligten wurden bereits intensive Gespräche geführt. Dazu zählt auch der Verein “Kulturkreis der Weserrenaissance”, der ebenfalls ein Kooperationspartner des gesamten Projekts ist.

Um die zehn Gebäude lebendig werden zu lassen, treten historische Persönlichkeiten in Erscheinung, zwischen denen es die merkwürdigsten Verbindungen gegeben hat. Genau das ist der Stoff, aus dem lebendige Geschichten entsteht. Story-Telling heißt das Stichwort, aber historisch korrekt, versteht sich. Die entsprechenden Hintergründe werden derzeit bis ins kleinste Detail recherchiert. Bücher, Fotos, Archive – alles wird genutzt, um erzählenswerte Geschichten herauszukitzeln. Diese werden auf deutsch, englisch angeboten. Um die Übertragung in die leichte Sprache kümmert sich die Stiftung Eben-Ezer, die ebenfalls ein Kooperationspartner des gesamten Projekts ist.

Die Inhalte sollen auch in insgesamt zehn Kurzfilmen unterhaltsam verpackt werden. Diese werden auf eine Homepage gestellt, auf der man auch jede Menge Informationen zu den Gebäuden und Personen sowie etliche touristische Angebote finden wird. Auf einer tiefergehenden Ebene erwartet die Nutzer ein „virtuelles Museum“ mit wissenschaftlichen Erkenntnissen des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake zum Thema Weserrenaissance aus den vergangenen 30 Jahren.

Doch damit nicht genug! Ganz real, vor Ort sind sprechende Mitmachstationen geplant. Da kann man beispielsweise an einer Kurbel drehen oder auf einer Bank wippen, und schon wird dem Besucher eine kleine Geschichte erzählt. Außerdem wird es Salesguides für Busreiseveranstalter, Plakate, Flyer, Give aways, ein Familienfest zum Thema Weserrenaissance, Messeauftritte in Berlin, Köln, Wuppertal, Brilon und vieles, vieles mehr geben. Man darf gespannt sein!

 

Das Projekt “Portal Weserrenaissance” genauer betrachtet:

 

Ausgangspunkt

Projektname:

Gesichter der Weserrenaissance

Projektdauer:

3 Jahre

Förderer:

Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW.

Träger des Projekts:

Lippischer Heimatbund

Kooperationspartner:

- Weserrenaissance-Museum Schloss Brake

- Kulturkreis der Weserrenaissance

- Stiftung Eben-Ezer

 

Ziel des Projekts

Wir wollen das reiche Baukulturerbe der Weserrenaissance vor allem auch für junge Menschen in den Fokus rücken, und zwar multimedial, erlebnisorientiert und integrativ! Der Anreiz, die entsprechenden Gebäude zu besuchen, soll erhöht werden. Wir wollen mehr Besucher für die einzelnen Standorte gewinnen.

 

Im Mittelpunkt stehen die folgenden
10 ausgewählten Renaissance-Bauten:

1.   Schloss Neuhaus, 1524-26

2.   Schloss Detmold, 1548-53

3.   Hexenbürgermeisterhaus Lemgo, 1568-71

4.   Schloss Barntrup, 1584-92

5.   Schloss Brake, 1584-92

6.   Rathaus Höxter, 1610-14

7.   Rathaus Lemgo, Apothekenerker, 1612

8.   Rathaus Paderborn, 1613-15

9.   Schloss Wendlinghausen, 1613-16

10. Paderborn Dom, Grabmal Dietrich von Fürstenberg, 1615/16-161

Anhand dieser zehn Renaissancebauten recherchieren wir spannende Geschichten über historische Persönlichkeiten und ihre Verbindungen untereinander. Durch diese Form des Story Tellings wollen wir das Interesse der Öffentlichkeit für das Thema wecken.


Projektbeteiligte


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