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Stellungnahmen


Lippischer Heimatbund

"Friedensraum" an den Externsteinen

Die Stellungnahme zum Friedensraum an den Externsteinen des Lippischen Heimatbundes steht als pdf-Dokument zum Lesen bereit.

Stellungnahme Friedensraum LHB

In Zusammenarbeit mit dem HV Horn ist eine 2. Stellungnahme zum Friedensraum veröffentlicht worden.

 

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Stellungnahme Friedensraum LHB und HV Horn


Fachstelle Umweltschutz und Landschaftspflege

Allgemeines

Die Aufgabe der Fachstelle Umweltschutz und Landschaftspflege (FUL) ist es, bei Planungs- und Bauvorhaben, die in die Belange des Natur- und Umweltschutzes eingreifen, Stellungnahmen abzugeben. Dies betrifft Raumordnungsverfahren, wie den Landesentwicklungsplan NRW, Regional- und Gebietsentwicklungspläne ebenso wie Flächennutzungs- und Bebauungspläne.
Hierbei wird die FUL als Teil des Lippischen Heimatbundes (LHB) entweder direkt von den Planungsbehörden beteiligt oder als Mitglied der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt Nordrhein-Westfalen e.V. (LNU) um Stellungnahme gebeten. In diesen Fällen bündelt die Geschäftsstelle des Landesbüro der Naturschutzverbände NRW die Stellungnahmen der LNU, des BUND und des NABU und gibt für diese als Verband eine "Gesamtstellungnahme" ab.

Stellungnahmen zu Großprojekten in Lippe

Im Augenblick sind zu drei Planungen "Gesamtstellungnahmen" durch den Verband abgegeben worden. Bei den raumbedeutsamen Großprojekten im Bereich des Kreises Lippe bzw. Planungen die das Kreisgebiet tangieren, fordern sie im besonderen Maße die Arbeit in der FUL. Sie sind hochpolitisch, von besonderer Bedeutung für die betroffenen Bürger aber auch für die Belange des Natur- und Umweltschutzes. Dies sind:

  • das Pumpspeicherwerk Lippe der Fa. Hochtief Solutions AG auf dem Gebiet der Stadt Lügde
  • die Rohrfernleitungsanlage der Fa. K+S Kali GmbH zur überregionalen Entsorgung von Salzabwässern aus dem hessisch-thüringischen Revier in die Nordsee (Nordseepipeline)
  • die geplante Stromtrasse Suedlink der Fa. Tennet TSO GmbH die im Bereich der Stadt Lügde das Kreisgebiet betrifft.


In allen Fällen gibt die FUL keine eigenständigen Stellungnahmen gegenüber den Planungs- und Bauvorhabenträgern ab, sondern die Bedenken und Anregungen sind Teil der Stellungnahme der LNU.
Allen Stellungnahmen ist gemeinsam, dass der LHB, vertreten durch die FUL an der Meinungsbildung beteiligt wird. Diese Beteiligung ist zwingend im Rahmen der jeweiligen Beteiligungen der Träger öffentlicher Belange. Tatsächlich haben die Planer und deren Auftraggeber erkannt, wie wichtig eine bereits vor dem offiziellen Genehmigungs- / Planverfahren vorgeschaltete Beteiligung der Betroffenen ist.

Die Stellungnnahmen können Sie in den nachfolgenden Punkten lesen.

"Pumpspeicherwerk Lippe"

Pumpspeicherwerk Lippe der Fa. Hochtief Solutions AG
Beim Pumpspeicherwerk (PSW) Lippe hat der zukünftige Betreiber durch die Geschäftsführung der neu gegründeten Bau- und Betreibergesellschaft im Vorfeld eine Behördenabstimmung und die Beteiligung der Kommune, Bezirksregierung aber auch der Naturschutzvereine und -verbände vor Ort eingeleitet. Es wurde ein Arbeitskreis Naturschutz am 10. März 2014 eingeladen. Dort wurden die Planung, die Ziele, die erwarteten Auswirkungen, die in Auftrag gegebenen Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorgestellt. Besonderer Wunsch der Planer war es, Umfang und Inhalt der UVP zu überprüfen und Anregungen und Wünsche bereits im Vorfeld zu äußern. Diese sollten sich jedoch allein auf die Belange des Natur- und Umweltschutzes beziehen. Die zwischenzeitlich abgestimmte Stellungnahme der Naturschutzverbände wurde der Fa. Hochtief Solutions AG zugesandt. Besonderheiten dieser Planung, die die Gesamtplanung betrifft, waren aber allen Beteiligten Vereinen und Verbänden wichtig, weshalb sie in diese Stellungnahme eingeflossen sind. Besonders bedenklich erscheint die Standortwahl. Ist die geplante Lage des Obersees mit einem Umfang von 30 ha in einem besonders schützenswerten FFH-Gebiet „Schwalenberger Wald“ bundesweit einmalig für eine derartige Planung. Wenn man bedenkt, dass der Schlosspark in Schieder 20 ha umfasst, kann man sich die Dimensionen des Obersees im Bereich des Naturschutzgebiets „Mörth“ in etwa vorstellen. Das Unterbecken in gleicher Größe liegt im FFH-Gebiet „Emmertal“. Bei jedem Planungsvorhaben in dieser Größenordnung und mit diesen Auswirkungen muss hinsichtlich der Standortwahl nachgewiesen werden, dass dieser Standort alternativlos ist. Eine solche Untersuchung liegt nicht vor. Solange aber diese Untersuchung eines Alternativstandortes nicht vorliegt, kann die Bezirksregierung als Genehmigungsbehörde auch keine Genehmigung erteilen. Auch wenn der Naturschutz, sollte das PSW nicht gebaut werden, von den umfangreichen Untersuchungen der UVP profitieren wird, stellt sich die Frage, wäre eine Suche des Standorts alternativ vorab nicht sinnvoller bevor die Bevölkerung verunsichert und vorab umfangreiche und kostenintensive Beteiligungsverfahren gestartet werden.

Die ausführliche Stellungnahme kann hier gelesen werden.

Weitere Informationen zum geplanten PSW und dem Projektgebiet finden Sie auf der Seite der PSW Lippe GmbH

"Nordseepipeline"

Rohrfernleitungsanlage der Fa. K+S Kali GmbH
Der Düngemittelproduzent K + S hat mehrere Trassenkorridore für die etwa 400 km lange „Rohrfernleitung“ vom Kaliwerk Hattorf in Hessen an der Werra bis an den Jadebusen bei Wilhelmshaven entwickelt. Ziel ist, jedes Jahr etwa vier Millionen Tonnen Salzlauge in großen unterirdischen Rohren zur Nordsee zu transportieren. Die Lauge fällt bei der Herstellung landwirtschaftlicher Düngemittel an und wird zur Zeit jeweils zur Hälfte noch in die Werra geleitet bzw. tief in den Boden versenkt. Der Runde Tisch „Gewässerschutz Werra, Weser und Kaliproduktion“ hatte sich im Jahre 2010 für eine Salzpipeline zur Nordsee ausgesprochen, um eine große Güteverbesserung für Werra und Weser zu erreichen.
Die geplante Nordseepipeline tangiert hinsichtlich der Trassenkorridore A und C, die durch das Land NRW gehen u. a. die Gebiete der Stadt Horn-Bad-Meinberg (NSG Silberbachtal), der Stadt Detmold (NSG Oetternbach) sowie die Siekbereiche der Stadt Bielefeld und des Kreises Herford.
Dabei wird die Trasse A bereits von den Naturschutzverbänden aufgrund der hohen Konfliktdichte im Bereich der Stadt Marsberg, des Kreises Gütersloh und der Stadt Bielefeld abgelehnt. Bliebe die Trasse C. Auch wenn das Land NRW in Bezug auf die Gesamtleitungslänge von 400 km nur zu einem Teil betroffen ist, sind in dem anstehenden Raumordnungsverfahren, dass in NRW die Bezirksregierung Detmold federführend bearbeitet, alle Belange, auch des Umweltschutzes, zu beachten.
Zur Vorbereitung des für 2015 erwarteten Antrags für das Raumordnungsverfahren fand bereits eine behödeninterne Antragskonferenz bei der Bezirksregierung in Detmold statt. Eine Stellungnahme der LNU, in die die Anregungen der FUL eingeflossen sind, wurde abgegeben. Das weitere Verfahren muss abgewartet werden. Auch wenn NRW nur Durchleitungsland ist, das im Idealfall mit den Abwässern nicht in Berührung kommt, sind Abwasserkontakte im Havariefall nicht auszuschließen. Deshalb muss zwingend der Entzug von Schwermetallen und Betriebsstoffen am Produkionsort gefordert werden. Nur wenn insoweit nicht mehr belastete Abwässer durch die Leitung fließen, kann eine erhebliche Gefährdung der Schutzgüter Boden und Gewässer gewährleistet werden.
Daneben bleiben die erheblichen Eingriffe durch die Verlegung der unterirdischen Pipeline sowie der technischen Bauwerke bestehen. Diese müssen soweit möglich ausgeglichen werden, denn die Verlegung der Rohrleitung scheint zur Zeit der weniger belastende Eingriff im Vergleich zur Einleitung der Abwässer in die Werra/Weser zu sein.

Die ausführliche Stellungnahme kann hier gelesen werden.

Detaillierte Karten, auch für den Kreis Lippe, sowie die weiteren Antragsunterlagen können beim Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingesehen werden.

"SuedLink"

Stromtrasse Suedlink der Fa. Tennet TSO GmbH
Als drittes Großprojekt bleibt die Planung einer 800 km langen Stromtrasse von Schleswig-Holstein über Niedersachsen, NRW und Hessen nach Bayern. Die Suedlink-Stromtrasse soll ab 2022 den Strom aus Off-Shore-Windanlagen mittels einer 500 KV Gleichstromtrasse transportieren. Diese gigantische Leitungstrasse befindet sich zur Zeit in der Planfindungsphase. Das Verfahren wird nach dem Bundesbedarfsplangesetz durchgeführt. Aktuell stehen nur die Anfangs- und Endpunkte der Gleichstromverbindung fest. Diese Punkte müssen durch die festzustellende Trasse verbunden werden. In zahlreichen Bürgerbeteiligungsverfahren in den jeweiligen Ländern werden die unterschiedlichen Trassenvarianten vorgestellt. Die favorisierte Trassenvariante der Fa. Tennet schneidet den Kreis Lippe um 8 km. (Der Kreis Höxter ist mit 52 km betroffen.) Das scheint im Verhältnis der Gesamtlänge der Trasse gering, tatsächlich weicht die Trasse im Kreis Höxter beginnend und über den Kreis Lippe führend von der bisherigen Linienführung ab. Während die Trasse vor dem Schwenk nach Westen durch die Kreise Höxter und Lippe und auch später wieder parallel zur Autobahn A7 geführt wird, macht sie quasi einen „Umweg“ von über 50 km durch das Weserbergland.
Hierbei handelt es sich um einen topografisch anspruchsvollen und durch Naturschutzplanung in vielfacher Form überplanten Bereich. Diese „Kehre“ in der Planung ist nicht in den Unterlagen und den zahlreichen Bürgerinformationsveranstaltungen begründet worden. Dies ist auch ein Punkt, den bereits die Verantwortlichen der Kreise Lippe und Höxter gemeinsam mit den Landräten der benachbarten Kreise auf politischer Ebene in Frage stellen. Für den Kreis Lippe bedeutet diese Trassenvariante gravierende Eingriffe in die topografisch anspruchsvolle und reizvolle Landschaft um die Stadt Lügde und hier insbesondere den Ortsteil Rischenau. Nicht dass das Gebiet nicht bereits vorbelastet ist. Über das Gebiet in Rischenau führen bereits 110 KV und 380 KV Wechselstromleitungen. Nun soll noch eine weitere und größere und damit belastendere Trasse dazu kommen. Diese Gleichstromtrasse von dieser Länge wäre die erste in der Bundesrepublik Deutschland. Welche Auswirkungen sie auf die Gesundheit der Menschen, auch in Verbindung mit den vorhandenen Wechselstromleitungen hat, ist nicht bekannt. Das elektromagnetische Felder entstehen ist unbestritten. Welche Auswirkungen sie haben, ist bisher in der Planung nicht dargestellt. Fest steht jedoch, dass die Grenzwerte für elektromagnetische Felder in Deutschland viel höher sind, als die Werte im europäischen Nachbarländern. In den Informationsveranstaltungen der Fa. Tennet, die als zukünftige Betreiber bestimmt ist, wird auf die gesetzliche Verpflichtung zum Bau der Stromtrasse verwiesen. Da die Planung jedoch vom „grünen Tisch“ aus erfolgt sei, würden die Bürger und Beteiligten gebeten, möglichst im Vorfeld des formalen Genehmigungsverfahrens, das noch in 2014 beginnen soll, ihre Vorstellungen, Anregungen und Wünsche geltend zu machen.
Die FUL sieht die Planungstrasse durch den Kreis Lippe als kritisch. Auch hier gilt die gesetzliche Forderung, dass mittels Alternativplanung dargelegt werden muss, warum die Trasse diesen Umweg von mehr als 50 km macht. Weiterhin ist die Trassenplanung, die zur Zeit einen Trassenkorridor von 1.000 Metern hat, auf vorhandene „raumbedeutsame Widerstände“ zu überprüfen. Dazu gehören Siedlungsbereiche, die ausgewiesenen Schutzgebiete, die Forstbereiche und daneben die Auswirkungen auf den Umweltschutz, wie Flora, Fauna, Boden, Gewässerschutz und die Kulturlandschaft. Das für diese Art der Planung und hier speziell für die geplante Energietrasse eingeführte Bundesbedarfsplanungsgesetz gibt wenig Spielraum für lokale Bedürfnisse und Wünsche. Aber aufgrund der Ausführungen der Fa. Tennet als zukünftigem Netzbetreiber und der Tatsache, dass sich die Planung zur Zeit noch im Vorverfahren befindet, besteht die Möglichkeit der Intervention und der Verschiebung der Trasse. Die FUL hat deshalb eine Stellungnahme abgegeben.

Die ausführliche Stellungnahme des LHB vom 28. Mai 2014 kann hier gelesen werden.

Die Antwort von der TenneT TSO GmbH vom 26. Juni 2014 auf die Stellungnahme des LHB können Sie hier lesen.

Eine Detailkarte mit dem Trassenkorridor in Lippe stellt der Kreis Lippe zur Verfügung.

Der deutschlandweite Trassenkorridor kann auf der Internetseite von TenneT eingesehen werden.

Statement der Bundesnetzagentur zum Antrag auf Bundesfachplanung für SuedLink vom 18.2.2015

Blick auf den Trassenkorridor (Vordergrund und rechts) über Rischenau (Mitte) und Falkenhagen (Mitte hinten) am Fuße des Klosterberges. Die Trasse soll, von hier aus gesehen, zwischen den Orten verlaufen.
Der Trassenkorridor ist von Links kommend (parallel des Weges vorne) an Rischenau vorbei und dort Richtung Westen (rechts) schwenkend zwischen Ortslage und Scharpenberg (hinten) hindurch vorgesehen.
Kartenausschnitt mit Trassenverlauf in Lippe (Quelle: Kreis Lippe)
Der Trassenkorridor führt in einem Bogen rechts um die Ortslage Rischenau herum und weiter im Bildvordergrund vorbei.
Aus Rtg. Falkenhagen kommend (außerhalb des Bildes links) zwischen Rischenau (Mitte) und dem Scharpenberg dahinter, soll die Leitung am Horizont über Biesterfeld und Paenbruch wieder auf die rechts bereits vorhandene Trasse geführt werden.

Fachstelle Baugestaltung und Denkmalpflege

Umgestaltung Kaiser-Wilhem-Platz, Detmold

Kaiser-Wilhelm-Platz, um 1960. (Foto: Lipp. Landesbibliothek, ME-PK-8-1)
Kaiser-Wilhelm-Platz, um 1960. (Foto: Lipp. Landesbibliothek, ME-PK-8-1)
Kaiser-Wilhelm-Platz, um 1960. (Foto: Lipp. Landesbibliothek, ME-PK-8-3)
Kaiser-Wilhelm-Platz, um 1960. (Foto: Lipp. Landesbibliothek, ME-PK-8-3)

Die ausführliche Stellungnahme der Fachstelle zum Thema "Umgestaltung Kaiser-Wilhelm-Platz, Detmold" können Sie hier lesen.

Umgestaltung Kaiser-Wilhelm-Platz 2017


Fachstelle Heimat, Arbeit und Wirtschaft

Lippe global

Die ausführliche Stellungnahme der Fachstelle zum Thema Lippe global können Sie hier lesen.

Lippe global

Flüchtlinge in Lippe

Die ausführliche Stellungnahme der Fachstelle zum Thema Flüchtlinge in Lippe können Sie hier lesen.

Flüchtlinge in Lippe

Arbeitsmarkt

Die ausführliche Stellungnahme der Fachstelle zum Thema Arbeitsmarkt in Lippe können Sie hier lesen.

Arbeitsmarkt in Lippe

KlimaPakt Lippe

Die ausführliche Stellungnahme der Fachstelle zum KlimaPakt Lippe können Sie hier lesen.

KlimaPakt Lippe

Demografischer Wandel

Die ausführliche Stellungnahme der Fachstelle zum demografischen Wandel in Lippe können Sie hier lesen.

Stellungnahme demografischer Wandel 1. Teil

Stellungnahme demografischer Wandel 2. Teil

Nationalpark Teutobeurger Wald / Eggegebirge

Die ausführliche Stellungnahme der Fachstelle zum Nationalpark Teutoburger Wald / Eggegebirge können Sie hier lesen.

Nationalpark Teutoburger Wald / Eggegebirge


Fachstelle Wandern

Wanderkompetenzzentrum

Stellungnahme des Lippischen Heimatbundes zum „Wanderkompetenzzentrum“

Der Lippische Heimatbund (LHB) e.V. mit seiner Fachstelle „Wandern“ engagiert sich seit Jahrzehnten zusammen mit dem Teutoburger-Wald-Verein e.V. dafür, Lippe zu einer „Qualitätsregion Wandern“ zu machen bzw. zumindest in diese Richtung zu entwickeln. Insofern begrüßen wir die Initiative des Kreises mit dem Projekt „Wanderkompetenzzentrum“, Lippe als Wander- und Tourismusregion qualitativ zu verbessern und nachhaltig aufzuwerten. Wir freuen uns auch, dass dieses Projekt von der Landesregierung anerkannt und gefördert wird.

Dem LHB ist von den Kommunen, mit Zustimmung der Bezirksregierung, vor über zehn Jahren die Aufgabe für die Auszeichnung und Betreuung der regionalen Wanderwege übertragen worden. Für die überregionalen Wanderwege ist der Teutoburger-Wald-Verein zuständig.
Aufgrund unserer langjährigen Erfahrungen wissen wir, dass schon vieles im Bereich Wandern erreicht worden ist, aber gleichzeitig auch noch viel zu tun ist, um Lippe im Vergleich mit anderen Gebieten, wie zum Beispiel dem Sauerland oder der Eifel, zu einer anerkannten Wanderregion mit einem hochwertigen Wanderwegenetz für Einheimische und Touristen zu entwickeln. Diese Kenntnis beruht auch darauf, dass unsere Fachstelle mit den örtlichen Wanderwarten flächendeckend für Lippe in bestimmten zeitlichen Abständen aktuelle Wanderkarten erstellt, die dann vom LHB herausgegeben werden.
Der LHB geht davon aus, zumindest von nun an, bei der weiteren Planung, Entwicklung und Realisierung dieses Projektes beteiligt bzw. mit einbezogen zu werden.

Bei der Umsetzung dieses Projektes sollten aus unserer Kenntnis und Erfahrung folgende Punkte berücksichtigt werden:

1. Die Investition für die Errichtung eines Gebäudes mit dem Namen „Wanderkompetenzzentrum“ ist nur dann sinnvoll, wenn klar dargestellt wird, welche Funktion dem Zentrum zukommen soll und wie es Touristen und Wanderer nutzen können.

2. Die Kompetenzen bzw. Verantwortlichkeiten für das Wandern in Lippe müssen neu geordnet werden. Diese neue zentrale Verantwortlichkeit sollte durch professionelles und kompetentes Personal im „Wanderkompetenzzentrum“ verankert werden. Dabei ist sicher zu stellen, dass langfristig die Folgekosten für das Personal und den Betrieb finanziert sind.

3. Eine Neuausrichtung des Wandertourismus ist nur dann möglich, wenn die Kennzeichnung, Planung und Pflege der Wege und das Tourismus-Marketing in der Hand des neu zu organisierende „Wanderkompetenzzentrums“ liegen. Besonders wichtig ist, dass die Realität in der Natur, auf der Karte und die Angebote im Internet übereinstimmen, damit bei den Wanderern keine falschen Erwartungen geweckt werden, die im Anschluss nur für Verärgerung sorgen.
Die Befugnis der Kennzeichnung nach der Durchführungsverordnung zum Landschaftsgesetz müsste vom Lippischen Heimatbund auf die Gemeinden bzw. den Kreis übergehen. Das wird heute in großen Teilen des Kreises schon praktiziert und wäre ein wichtiger Schritt zu einer Betreuung der Wege „aus einem Guss“ beziehungsweise „aus einer Hand“.

4. Mit der Verlagerung der Befugnis auf Städte und Gemeinden muss aber keinesfalls eine Verringerung des ehrenamtlichen Engagements einhergehen. Im Gegenteil: Wegkennzeichnung und Betreuung der Wege sind ein sinnvolles Arbeitsfeld für das Ehrenamt. Klare Organisationsstrukturen könnten hier sogar die Motivation steigern und auf örtliche Ebene neue Initiativen ermöglichen. Vor Ort kann am ehesten entschieden werden, wie Hauptamtliche und Ehrenamtliche zusammenarbeiten können. Die örtlichen Heimatvereine sollten erste Ansprechpartner für die Gemeinden bleiben, aber auch die Wandergruppen in den Sportvereinen und anderen Vereinen müssten mit einbezogen werden. Insgesamt muss allerdings die gesamte Koordination der örtlichen Aktivitäten auf Kreisebene durch das „Wanderkompetenzzentrum“ gewährleistet sein.

5. Das Management des Wanderkompetenzzentrums muss zuerst den Bestand des Wanderwegenetzes noch einmal aktuell erfassen und es – unter Umständen auch durch Reduzierung – qualitativ aufwerten. Das Hauptkriterium für Wanderer bei der Entscheidung für eine Wanderung bzw. einen Wanderurlaub ist die Qualität der Wege, wie z.B. interessante Landschaften, Sehenswürdigkeiten am Wegrand, Aussichten, Gastronomie, gute Kennzeichnung und vor allen Dingen die Wegbeschaffenheit (geringer Anteil von Asphalt- bzw. Schotterwegen). Mit den Qualitätswegen „Hermannshöhen“ und „Hansaweg“ haben wir hier schon viel zu bieten. Mit einer Modernisierung bzw. dem Ausbau der Infrastruktur auf diesen Wegen könnte jedoch noch einiges verbessert werden.

Von einem „Qualitätswegenetz“ in Lippe kann man aber noch nicht sprechen.
Es ließe sich aber entwickeln, nicht nur im engeren Bereich des Teutoburger Waldes, sondern auch im lippischen Südosten und in Nordlippe.
Ein Konzept für ein Qualitätswegenetz sollte z. B. beinhalten, dass ein Teil der Fernwege besonders herausgehoben wird und neben den genannten Wegen auch der „Pilgerweg“ und der „Weg der Blicke“ herausgestellt werden. Das Netz der Rundwanderwege müsste dringend überarbeitet werden. Ideal wäre die Ausweisung von mehreren Qualitäts- oder Premiumwegen/Qualitätsrouten (mit einer Länge von etwa 10 km).

Das schon vorhandene Angebot dieser Wege ist jedoch viel zu wenig bekannt und muss daher durch entsprechende Publikationen den Wanderern angeboten werden. Die Wege können sogar kürzer sein, wie der Erfolg des „Patensteigs“ im Extertal beweist.
Bei der Bestandsaufnahme bzw. Weiterentwicklung des Wegenetzes sollte beachtet werden, ob es barrierefreie Wanderwege für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte gibt, bzw. mit wenig Aufwand herzustellen sind. Auch über passende Angebote für Blinde oder Hörgeschädigte sollte man sich Gedanken machen. Diese Wege sollten besonders ausgewiesen werden. Ein derartiges Angebot könnte im Rahmen der Diskussion über die „Inklusion“ besondere Bedeutung finden und ein Alleinstellungsmerkmal werden.
Und nicht zuletzt könnten diese Wege dann auch als „familienfreundlich“ für die Wanderung mit Kinderwagen aufgeführt werden.

6. Zur Diskussion über das „Europäische Wanderkreuz“ an der Inselwiese in Detmold ist seitens des LHB nur anzumerken, dass diese Überlegungen eine Chance beinhalten könnte. Eine positive Resonanz setzt aber zwingend voraus, dass beide Wege zumindest hier in Lippe in einen qualitativ guten Zustand mit entsprechender Infrastruktur versetzt werden, dies gilt besonders für den E1 zwischen Lemgo und Detmold.

Unter Berücksichtigung der benannten Punkte, die alle aus jahrzehntelanger Erfahrung aktiver Wanderer und Verantwortlicher im Lippischen Heimatbund resultieren, hat Lippe aus unserer Sicht eine gute Chance, sich mit dem geplanten Wanderkompetenzzentrum als Urlaubs- und Gesundheitsregion weiter zu etablieren und neue (Wander-)Touristen nach Lippe zu holen, beziehungsweise auch die Einheimischen anzuregen, noch mehr auf „Schusters Rappen“ die schöne Lippische Heimat zu erleben. Der Lippische Heimatbund steht gern als engagierter und kompetenter Partner bei der Realisierung dieses Vorhabens zur Verfügung.

Friedrich Brakemeier
   Vorsitzender

Download der Stellungnahme als pdf


Termine des LHB

So, 20. August 2017

Lippischer Orgelsommer

So, 27. August 2017

Lippischer Orgelsommer

So, 24. September 2017

Dorfaktionstag mit Wandern und Familienprogramm in Heiligenkirchen

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